• Der Dividendenjäger

Zwei Klassiker schlechthin...


...bei denen ich schon seit über einem Jahr nicht mehr nachgekauft habe. Nun war es wieder einmal an der Zeit, die Basics aufzufüllen und genau das habe ich an diesem Freitag, den 07.08.2020 gemacht.


Wer kennt sie nicht, die Produkte des täglichen Bedarfs wie z.B. Gillette, Braun, Penaten, Wick, Blend-a-med, Ariel oder Lenor?

Die Klassiker, so stupide und langweilig sie auch sind. Die Krise haben sie gut bewältigt, wobei man schon sagen kann, die Krise ist an ihnen vorbeigegangen, als hätte es sie nie gegeben. Und genau dafür sind sie ja da, als Fundament für jedes Depot.


Johnson & Johnson:

Da ich meine letzten Investitionen eher in anderen Bereichen und Branchen ausgebaut hatte, habe ich Unternehmen wie Johnson & Johnson und Procter & Gamble ein wenig vernachlässigt. Darum fiel meine Entscheidung in diesem Monat einfach und auch recht schnell aus.

So konnte ich mir bei J&J 8 Aktien im Wert von 1.004 € ins Depot einbuchen und komme jetzt auf eine Anzahl von 23 Aktien bei einem aktuellen Wert von 2.900 €. Somit ist diese Position zur Hälfte ausgebaut und ich kann weiter entspannt abwarten, bis die nächste Gelegenheit kommt.

In der 10-Jahres-Betrachtung haben Aktionäre ohne Dividenden mit der Johnson & Johnson-Aktie per Saldo 176,9 % an Wert gewonnen, was einer jährlichen Performance im Durchschnitt von 10,5 % entspricht. Ein Investment in Höhe von 10.000 Euro wäre damit auf 27.059 Euro gestiegen.

Die aktuelle Dividendenrendite bei Johnson & Johnson beträgt 2,66 % und die Ausschüttungsquote liegt dabei bei soliden 62 %. Es ist also noch ausreichend Puffer vorhanden, um eventuell schwierige Situationen zu meistern. Dank dieses Nachkaufes konnte ich meine Dividendeneinnahmen steigern und erhalte hier nun 82 € jährlich an Dividende.


Procter & Gamble:

Ein fast identisches Bild zu Johnson &Johnson ergibt sich bei Procter & Gamble. Auch ein etwas vernachlässigter Wert in meinem Portfolio, nachdem die Performance im Jahr 2019 für ein Handelsunternehmen wie dieses schon enorm war und die Bewertung gefühlt durch die Decke ging. Da die Erwartungen im Q2 nun erneut übertroffen wurden, denke ich, dass die Gewinne nachhaltig weitergehen werden. So konnten die Umsätze um 5 % und die Gewinne sogar um 200 % gesteigert werden!!! Dies bedeutet auch, dass das abgelaufene Geschäftsjahr von P&G eines der besten in den letzten 10 Jahren war. Zusammengefasst würde ich sagen, auch hier ist die Krise gut an diesem Unternehmen vorbeigegangen. Dies war ein Grund für mich, weiter aufzustocken und somit entschied ich mich dafür, weitere 10 Aktien zu einem Preis von 1.113 € zu kaufen. Mit diesem Nachkauf kommt P&G bei mir auf einen Depotanteil von 4 %, was zugleich mit 3.230 € die siebtgrößte Position im Portfolio darstellt.

In der 10-Jahres-Betrachtung weist die Procter & Gamble-Aktie ohne Dividenden einen deutlichen Gewinn von im Schnitt + 9,1 % pro Jahr aus. Ein Einsatz in Höhe von 10.000 Euro wäre damit auf 23.979 Euro geklettert.

Die aktuelle Dividendenrendite bei Procter & Gamble beträgt 2,30 % und die Ausschüttungsquote liegt hier - wie auch bei J&J - bei soliden 61 %. Somit konnte ich auch hier meine Dividendeneinnahmen ganz einfach steigern und erhalte 80 € jährlich an Dividende.


Zusammengefasst habe ich zwei defensive Parade Unternehmen nachgekauft, die beide schon seit über 50 Jahren ihre Dividenden ununterbrochen gesteigert haben und dies auch in den kommenden Jahren so sein wird. Kursraketen werden beide voraussichtlich nie werden, aber in Zeiten wie heute zeigen sie ganz klar auf, warum man solche Unternehmen in einem ausgewogenen Portfolio haben sollte. Das Gute dabei ist, dass die Cashflow-Einnahmen für einen Aktionär in Krisen ausgesprochen von Vorteil sein können. So freue ich mich auf insgesamt 160 € im kommenden Jahr, ohne die Befürchtung eingehen zu müssen, dass mein angelegtes Kapital vernichtet wird, denn gewaschen, geputzt und gewindelt wird immer!

104 Ansichten