• Der Dividendenjäger

Ziele für 2021 und das Fundament


Wie es sich für einen motivierten Finanzblogger gehört, muss und will man über seine Ziele für das neue Jahr sprechen sowie über das Erreichen der vergangenen Ziele berichten.

Warum ich mir schon im letzten halben Jahr Gedanken über meine Ziele für 2021 gemacht aber keine richtigen gefunden habe, könnt ihr in meinem folgenden Artikel lesen.

Zuerst aber folgt ein Resümee über das abgelaufene Jahr 2020: Nachdem ich im Jahr 2019 insgesamt 21.700 € an den Börsen investiert hatte, war mein Ziel für 2020, diese Summe auf 29.000 € zu pushen. Für mich war diese Zahl schon exorbitant hoch, doch am Erreichen dieses Ziels habe ich insgeheim nie gezweifelt. Nachdem sich dieses verrückte Jahr dem Ende neigt, hat sich eine für mich erstaunliche Summe von 33.560 € ergeben, die ich investiert habe. Dazu kommen noch meine Dividendeneinnahmen. Hier war mein angegebenes Ziel das Übertreffen von 1.000 €. Am Ende sind es genau 1.300 € geworden.

Mein Fazit: Beide Ziele habe ich weit übertroffen!


Damit Ziele auch immer erreicht werden können, müssen sie realistisch gesteckt sein sowie skalierbar bzw. genau formuliert sein. Darum hatte ich in meinem Beitrag vom 22.12.2019 einen genauen Plan geschrieben, wie dies auszusehen hat. Doch die Realität zeigte mir auch, dass die Börse jeden Tag anders aussieht und deshalb nicht planbar ist. Aber dazu später mehr. Mein erstes Ziel für das Jahr 2020 war es, 12.000 € in die Unternehmen Nike, Illinois Tool Works, Danaher, Diageo, Intuit und Stryker zu investieren. Somit sollte eigentlich in jedem Unternehmen 2.000 € investiert sein, was ich aber nicht geschafft habe. Zwar hatte ich das Ziel mit einer Summer von 13.100 € übertroffen, doch leider nicht ganz so gleichmäßig wie geplant.

Mein Fazit: Ziel erreicht, aber nicht zu 100 % in der Ausführung.

Mein zweites Ziel war, mir die Unternehmen Ecolab und die Canadian National Railway mit einer Summe von je 2.000 € (insgesamt 4.000 €) ins Depot zu legen. Am Ende hat es Ecolab nie in mein Depot geschafft, dafür wurde die Position in CN komplett im Wert von 5.000 € gekauft. Mein Fazit: In der Summe habe ich mein Ziel wieder erreicht! Ich bin glücklich mit der Position von CN! Aber Ecolab wurde nie gekauft. Das ist jedoch nicht weiter schlimm, auch wenn es sie im März günstiger gab. Ziel Nummer 3 war es, den „Altbestand“ weiter aufzustocken. Mein Altbestand ist mir sehr wichtig, da dies mein Fundament ist und für die nächsten Jahre bzw. Jahrzehnte richtig aufgebaut werden soll, damit es eines Tages vielversprechend wirken kann. Darum hatte ich mir 11 Unternehmen ausgesucht, die ich gerne aufgestockt hätte. Das Problem war aber wieder mal, dass der Kapitalmarkt andere Dinge vorhatte. Entweder waren die Unternehmen so dermaßen überzogen teuer, dass es mir einfach nicht wert war, hier mein Kapital zu investieren. Und das zweite war die zu schnelle Erholung nach den Tiefs im März. Hier war schlicht und einfach nicht genügend Geld zum richtigen Zeitpunkt vorhanden. Mein Fazit: Ziel dennoch übertroffen! Da ich hier ebenfalls 12.000 € veranschlagt hatte, bin ich überaus zufrieden damit, 16.560 € in meinen Altbestand investiert zu haben. Doch das genaue Planen von Investitionen in Unternehmen ist für mich so gut wie nicht umsetzbar. Darum muss hier am Ziele stecken etwas geändert werden. Dazu später natürlich mehr. Mein letztes Ziel für 2020 war, dass ich meine US Immobilien ETF weiter ausbaue. Doch dieses Ziel hatte sich im Sommer schon wieder zerschlagen, da sich mein Investment case verschoben hat und ich mich dazu entschlossen habe, mein Depot zu 100 % auf Aktien auszurichten. Die bisherige Investitionssumme aus diesem ETF wurde am Ende in die Royal Bank of Canada investiert, womit ich mich viel wohler fühle. Mein Fazit: Neutral! Da hier nichts zerstört wurde und das Kapital jetzt an einer anderen Stelle arbeitet, empfinde ich es nicht schlimm, hier am Ziel vorbeigesegelt zu sein. Zusammengefasst war das Jahr 2020 mit meinen gesteckten Zielen ein gutes Jahr. Aber nur, weil ich meine Investitionssummen übertroffen habe. Die formulierten Zwischenziele habe ich nur zu einem gewissen Teil erreicht und genau hier muss ich für mich eine andere Ausrichtung suchen.

Dazu komme ich nun:

Meine Ziele für 2021 und mein Fundament Seit dem Sommer 2020 hadere ich mit den Gedanken über meine Zielsetzung. Man ist Feuer und Flamme, sobald man sich einmal mit dieser Materie (Kapitalmarkt, Börse) auseinandergesetzt hat und es zieht einen schon wortwörtlich in den Bann. Doch genau hier liegen für mich die „Probleme“. Man will zu viel und man will alles. Zumindest geht es mir so und man verliert sich hier ein wenig bei der Zielsetzung. Die Watchlist quillt über, eine weitere Position hier und da, bei jedem Unternehmen will man einen Fuß in der Tür haben und am Ende hat man einen gemischten Salat der zwar fein aussieht, aber nicht wirklich nach meinem Geschmack ist. Da ich nun in der Weihnachtszeit einige ruhige Stunden gefunden habe und mir viele Gedanken um die Ohren geflogen sind, bin ich zu dem Entschluss gekommen, mir solche sekundären Ziele nicht mehr zu stecken. Warum? Weil das anvisierte Hauptziel in der Phase, in der ich mich gerade befinde, immer das Fundament ist und auch bleiben sollte. Kurz zusammengefasst bedeutet es, dass ich insgesamt 28 Unternehmen in meinem Depot habe und jedes dieser Unternehmen mit einem Kapitalstock von 5.000 € ausgestattet werden soll! So müsste mein Fundament am Ende des Jahres 2022 einen Wert von 140.000 € aufweisen. Da ich nun bei einem Einstandswert von 85.000 € stehe, fehlen mir noch 55.000 €, die investiert werden müssen. Und genau das ist meine Aufgabe!

Den Fokus wieder auf das zu richten, was vor Corona gut war, mich während Corona nicht im Stich gelassen und wirklich bewiesen hat, dass es ein Fundament ist!

Darum ist es mein Ziel für 2021, genau hier weiterzumachen. Wenn etwas gut funktioniert, dann bleibe ich dabei und mache genauso weiter, bis das Fundament fertig ist. Don’t change a running system!

  • Sprich, es gibt 2021 keine neuen Unternehmen für mein Depot. Erst wenn das Ziel von 140.000 € erreicht ist, und das dauert noch bis ins Jahr 2022.

  • Ich lege mich am Anfang des Jahres nun nicht mehr fest, was und wann ich etwas nachkaufe. Am Ende kommt es sowieso anders als man denkt oder es sich wünscht.

  • Nur an der Summe an investiertem Kapital werde ich nichts ändern. So sollen im Jahr 2021 erneut 29.000 € investiert werden.

Somit sind meine Ziele zwar einfach gesteckt, mental aber trotzdem herausfordernd und groß. Ich bin überzeugt, dass es mir weiter helfen wird, um besser zu werden. Die Watchlist mit den anderen guten und schönen Unternehmen, die es schon vor meiner Zeit gab, muss nun warten, bis ich soweit bin.

LG

Falk

Der Dividendenjäger


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