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  • AutorenbildDer Dividendenjäger

Starbucks: Mein 10.000 €-Ausbau ist abgeschlossen...

Starbucks WKN: 884437 ISIN: US8552441094


Einleitung:

Wie nun oft von mir erwähnt, möchte ich meinen Schwerpunkt in diesem Jahr auf eine "noch fokussiertere" Nachkaufsstrategie legen. Das bedeutet, mir über mehrere Monate hinweg Anteile vom selben Unternehmen ins Depot zuzukaufen. Diese Herangehensweise habe ich schon 2023 mit einer Light-Version praktiziert, doch ab diesem Jahr soll sie noch weiter verfeinert werden.


Ein Grund dafür ist, dass ich auf der einen Seite noch entspannter handeln kann und mir dadurch auch einen besseren Return erhoffe. Blicke ich auf die 30 Einzelwerte in meinem Depot so muss auch ich feststellen, dass ich viel Rendite liegen gelassen hatte, weil ich eben nicht gleich in größeren Mengen zukaufen konnte und nun bei vielen Unternehmen fast vergebens auf einen Nachkauf warte.


Der zweite von mir erhoffte Vorteil ist, bei einer schmerzhaften Deflation besser geschützt zu sein. Betrachte ich die aktuelle Bewertung des S&P 500, dann fällt mir auch die Überbewertung auf, die der Aktienmarkt gerade hat. Der S&P 500 ist aktuell sehr schwer, wobei die Magnificent Seven fast 30 % des Index ausmachen. Sollte es zu einer getrennten Erholung kommen, könnte die Landung hart und schmerzhaft werden. Daher meide ich die Magnificent Seven - auch wenn Microsoft in meinem Depot vorhanden ist - und suche entspannt nach unterbewerteten Aktien, wie z.B. Starbucks. Immer wenn der Markt neue Allzeithochs macht, werde ich vorsichtiger. Nicht unbedingt weil ich bärisch oder nicht investiert bin, sondern weil dies Zeiten sind, in denen Anleger die Risiken oft übersehen.


Bildlich gesprochen bleibe ich weiter auf der Value-Seite und sammle meine fehlenden Stücke ein, während die Masse bestimmten Tech-Aktien hinterher jagt.


Viele Gedanken über Starbucks habe ich in meinem letzten Artikel schon untergebracht, den ich hier noch einmal verlinken möchte. Nach diesem Artikel hatte ich auf die am 30. Januar gemeldeten Gewinne für das erste Quartal gewartet. Diese verfehlten zwar die Schätzungen der Analysten, es zeigte aber auch klar auf, dass Starbucks noch immer ein starkes Wachstum sowohl in den USA als auch international erzielen kann. So stiegen die Ladenverkäufe in den USA um 5 %, international um 7 % und in China zweistellig auf 10 %.


Ich kaufe jetzt zum letzten Mal nach

Starbucks Corporation, ein Unternehmen was jedem bekannt sein sollte und auch keine große Erklärung benötigt, wurde im Juni 2017 durch einen Einstieg mit 7 Aktien in mein Depot aufgenommen. Seit diesem Moment hat Starbucks (NASDAQ: SBUX) für mich eine Kursrendite von 72 % erzielt, was eine jährliche Rendite von 8,7 % p.a. bedeutet.

Doch wie ich eingangs beschrieben habe, wäre eine größer investierte Summe schon damals besser gewesen. Jetzt hat es am Ende ganze 7 Jahre gedauert, bis ich mein Depot mit 130 Aktien und einer Zielsumme von 10.000 € ausgestattet habe.


Quelle: Aktienfinder.net

Auch wenn es Starbucks Corporation bis heute nicht zu einem meiner Top-Lieblinge im Portfolio geschafft hat, ärgere ich mich auch manchmal selbst darüber, nicht schon eher in den Kaffee-Riesen investiert zu haben. Wie oft wurde gesagt: "Niemand kümmert sich um Kaffee". 7 Jahre später kann ich in jede größere Stadt dieser Welt gehen und sehe überall eine Starbucks-Filiale. Das Unternehmen ist eine der weltweit am meisten anerkannte Marke der Welt und ein Unternehmen, das jeder Investor in seinem Portfolio besitzen sollte.


Quelle: Starbucks.com

Bis jetzt war SBUX langfristig eine großartige Investition für mich. Und in diesem Artikel zeige ich, warum dieser Dividendenerbauer auch weiterhin einen Platz in meinem einkommensorientierten Portfolio haben muss.


Ein wichtiger Wachstumstreiber - Rewards-Mitglieder

Die Starbucks-Metrik, die mich weiterhin am meisten beeindruckt, ist nicht der Geschmack des Kaffees, sondern das Wachstum, welches SBUX mit den Rewards-Mitgliedern erzeugen kann. Dieses wächst Quartal für Quartal stetig weiter. Zum Jahresende waren es schon 81,5 Millionen weltweit!!! Diese Rewards-Mitgliedschaften erinnern mich stark an das Geschäftsmodell von Costco Wholesale, welches im Einzelhandel tätig ist. Doch bei Starbucks profitieren nicht nur die kaffeetrinkenden Prämienmitglieder davon, sondern auch das Unternehmen selbst. Immerhin ermöglicht dieses Modell, dass Starbucks einen Rekordwert von 3,6 Milliarden Dollar erhält, den die Kunden auf ihre Karten aufladen. Diese Summe ist wie ein kostenloses Darlehen, dass SBUX von seinen Kunden erhält, ohne eine einzige Bohne ausgepresst zu haben.

Allein das Rewards-Programm wächst beeindruckend mit über 3 % und bietet SBUX weiterhin die Möglichkeit, sein globales Wachstum günstiger anzutreiben.


Bewertungskennzahlen (KGV der letzen 10 Jahre)

Wie unten zu sehen ist, wird Starbucks jetzt mit einem bereinigten KGV von 25 gehandelt, was im Vergleich zu seiner Durschnittsbewertung von 32,7 schon fasst als Schnäppchen erscheinen mag. Die euphorischen Preise im Jahr 2021 könnte man wegen der Pandemie zwar entfernen, ändert aber trotzdem nichts daran, dass die Aktien von Starbucks auch zwischen 2012-2019 durchschnittlich mit einem KGV von 28,8 gehandelt wurden.



Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Aktuell bietet Starbucks eine Dividendenrendite von 2,3 %. Seit dem Jahr 2014 gab es ein durchschnittliches jährliches Dividendenwachstum von 17 %, wobei das Wachstum in den letzten 5 Jahren nur noch 10 % betragen hatte.



Betrachtet man die ausgewogene Ausschüttungsquote, die im Bereich von 50 %-55 % liegt, dann empfinde ich diese Quote als sehr angenehm, da das Managementteam von Starbucks ein gutes Gleichgewicht zwischen Dividenden und Aktienrückkäufen zu finden scheint.



Mein Nachkauf:

Wie ich schon in meinem Januar-Beitrag geschrieben habe, erscheint mir Starbucks derzeit attraktiv bewertet zu sein und bietet nebenbei noch zweistellige Renditen an, die zwischen 14 %-20 % p.a. bis ins Jahr 2026 bringen könnten.




Auch wenn die Verbraucherausgaben aufgrund des aktuellen Makroumfelds enger zu sein scheinen, veröffentlicht das Unternehmen weiterhin solide Zahlen. Rewards-Mitglieder wachsen stetig mit einer beeindruckenden Rate und wenn die Wirtschaft nicht in eine harte Rezession gerät, möchte ich mir gar nicht ausdenken, welche enormen Kapitalsummen Starbucks bunkern könnte.


Da ich ein Buy-and-Hold-Investor und bei Starbucks kurzfristige Volatilität gewöhnt bin, nehme ich auch meinen letzten anständigen Schnäppchen-Kauf zum aktuellen Preis von 86,40 € gerne mit.



Die Investitionssumme, die ich für die letzten 24 Aktien bezahlt habe, lag inklusive Gebühren bei 2.073 €.


Die persönliche Dividendenrendite, die ich nun von Starbucks erhalte, liegt bei 2,73 % brutto und die zu erwartenden Bar-Dividenden werden sich für das Jahr 2024 auf 275 € belaufen.


Der Depotanteil liegt nach diesem Abschluss bei aktuell 4,23 %. Damit sich meine Position nun von selbst ernährt und weitere Anteile hinzugekauft werden können, habe ich einen Re-Investitionssparplan angelegt, der gleich in diesem Monat Februar aktiviert wurde.


LG

Falk

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