• Der Dividendenjäger

Nachkauf SAP...


Mit Schritt 1 eine Einstiegsposition aufgebaut. Mit Schritt 2 eine Stop-Buy-Position ausgewählt, um weitere Anteile ins Depot zu holen und nun mit Schritt 3 die Position auf Zielgröße gebracht. Ganz im Style von 1, 2, 3... meins :-)


Diese Woche habe ich meine Position auf eine Zielgröße von 5.400 € gebracht, was einen Aktienbestand von genau 50 Stück bedeutet. Um diese Größe zu erreichen, fehlten mir noch 18 Aktien des weltweit anerkannten Softwareunternehmens SAP aus Deutschland. Bezahlt habe ich hierfür 2.070 € inklusive Kaufgebühren.


Meiner Meinung nach ist es fast nie zu spät oder ein schlechter Zeitpunkt, einen größeren Anteil von SAP anzuhäufen. SAP ist eine der weltweit bekanntesten Marken in der Technologie und ein Kraftpaket für ERP-Systeme für Unternehmen, die immer noch selbst Luft nach oben haben.

Nachdem das Unternehmen Anfang dieses Jahres seine Cloud-Wachstumsaussichten gekürzt hat, purzelten die Kurse schlagartig in den Keller und so wurde SAP auch aus meinen Top 10 Investments verdrängt.


Doch seit das Unternehmen ein starkes Ergebnis für das erste Quartal erzielt hat , haben sich die Aktien von SAP stark erholt. So hatte ich am 22.04.2021 schon meinen zweiten großen Nachkauf getätigt und nun war es an der Zeit, den letzten Schritt zu wagen. Ich glaube weiterhin, dass SAP eines der vielversprechendsten Cloud-Software-Unternehmen ist, das - obwohl es einen späten Start in das Cloud-Spiel hatte - jetzt eine feste Hand und Marktführerschaft in einer Vielzahl von Softwarekategorien hat. Die Produktliste von SAP ist zahlreicher als bei jedem anderen Unternehmen, außer vielleicht bei Oracle (ORCL).


Hier wäre die S/4HANA, die Cloud-ERP-Lösung von SAP, besonders zu erwähnen. S/4HANA fügte in jedem einzelnen Quartal der Pandemie weiterhin Kunden hinzu und beendete das erste Quartal mit über 16.400 Kunden, was einem Anstieg von 16 % im Jahr entspricht. Die kontinuierliche Erweiterung des Flaggschiffprodukts von SAP positioniert das Unternehmen gut, um andere Lösungen wie SuccessFactors und Concur an diese Kunden weiterzuverkaufen.


Solche Nachrichten überzeugen mich weiterhin von SAP und da die Aktie immer noch rund 20 % von den Allzeithochs entfernt ist, passt dieser Nachkauf für einen konsistenten Ertragszüchter wie mich genau ins Preisgefüge.



Betrachte ich den bereinigten Fair Value dann denke ich, dass die Bewertung von SAP immer noch auf einem vernünftigen Niveau liegt und eine weitere Erholung in den nächsten Monaten vonstatten gehen könnte. Wie das Management schon verlauten lies, könnte es noch ein wenig dauern, bis die Wachstumsmaschine wieder auf 100 % läuft. Doch ich habe Zeit und warte weiterhin entspannt ab, bevor ich in die Versuchung komme, Spitzenbewertungen für andere Unternehmen aus dieser Branche zu zahlen.


Betrachte ich noch die Dividende, die dieses Unternehmen an seine Aktionäre ausschüttet, dann sehe ich hier ebenfalls einen guten Kauf im Vergleich der letzten Jahre. Denn mit einer Dividendenrendite um die 1,75 % bekommt man im 5-Jahresvergleich im Schnitt ein wenig mehr.



Zur Erinnerung: SAP hat gerade seine jährliche Dividende um 17 % auf 1,85 € pro Aktie erhöht. Das kontinuierliche Wachstum des Cashflows des Unternehmens und die Tatsache, dass es in diesem Jahr voraussichtlich 6,23 € EPS einbringen wird (was auf eine bescheidene Auszahlungsquote von 40 % hinweist), macht dies zu einer sehr komfortablen Dividende. Somit erhalte ich eine Dividende die nachhaltig ist und bei meiner Anzahl von 50 Aktien in diesem Jahr schon 92 € eingebracht hätte. Da ich aber bereits im letzten Monat meine Dividenden für das Geschäftsjahr 2020 erhalten habe, muss ich nun bis zum nächsten Jahr warten. Und hier könnten es 2022 dann schon über 100 € an Dividenden sein, wenn man die Steigerungen der Dividendenrendite mit in Betracht zieht.


Zusammengefasst halte ich weiterhin an SAP fest und freue mich über diese Größe in meinem Portfolio. Die Dividenden steigen gesund weiter und erhöhen meinen Cashflow. Nach der letzten Hauptversammlung im Mai bestätigte sich auch mein Vertrauen in das Management und lässt mich positiv stimmen, dass es die Geschäfte weiter auf Kurs bringen und das Wachstum der Margen und des freien Cashflows weiter ausbauen wird. Ich halte SAP langfristig, weil ich als Aktionär an einem sehr gut geführten Unternehmen mit stabilen Wachstumsraten und gleichzeitig geringen Risiken beteiligt sein möchte. Dazu kommt, dass SAP schon heute eine wahre Gewinnmaschine ist und jedes Jahr Milliarden an Gewinnen zur freien Verteilung übrig hat. Ich sehe die Erfolgsgeschichte als voll intakt an.


Somit bin ich hier fertig mit Investieren und begebe mich auf die Suche nach dem nächsten Nachkaufkandidaten.

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