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  • AutorenbildDer Dividendenjäger

Ich baue meine Starbucks-Position massiv aus - 2,45 % Dividendenrendite und 40 % ROIC

Starbucks WKN: 884437 ISIN: US8552441094

Einleitung:

Das alte Jahr habe ich positiv verabschiedet und die Weihnachtswoche ausreichend dafür genutzt um mir Gedanken zu machen, wie das neue Jahr starten soll. In der Zwischenzeit erreichten mich auch Fragen von einigen Lesern, ob und wie ich mein Portfolio in den nächsten Jahren weiter aufbauen und ob meine 30 Positionen im Depot weiter bestehen bleiben werden.


Diese Fragen kann ich klar mit Ja beantworten! Es ist ein bisschen über Halbzeit, wenn ich mein Depot betrachte und sehe, dass die ersten 200.000 € von 300.000 € mittlerweile schön investiert sind. Nun besteht meine Aufgabe darin, die restlichen 18 Positionen mit den fehlenden 100.000 € auszubauen. Dafür werde ich weitere 24 Monate an Zeit benötigen, aber Monat für Monat komme ich immer ein großes Stück näher und das Endziel baut sich mir dabei geistig schön vor Augen auf. Auch wenn es noch viele Jahre bis zu meinem "Ruhestand" dauern wird, so bin ich stets vorbereitet und habe mein Investitionsziel klar formuliert.


Leider überspringen zu viele Menschen die grundlegendsten Schritte der Verwaltung eines Portfolios und infolgedessen finden sich manche ziellos auf dem Markt wieder. Manch einer kauft oder verkauft seine Positionen basierend auf Laune oder Emotionen. Auch in meiner Anfangszeit wusste ich nicht wirklich, warum ich eine bestimmte Investition getätigt hatte. Dabei kämpfte ich ständig gegen mich selbst an bei meinem Versuch zu entscheiden, ob ich kaufen oder verkaufen sollte. Es ist, als würde man ziellos im Dunkeln gehen ohne zu wissen, wohin man geht oder sogar in welche Richtung man sich wenden soll.


Doch durch den Zuwachs an Erfahrungen habe ich gelernt, dass erfolgreiche Menschen sich nicht auf Zufälle verlassen. Sie stechen nicht im Dunkeln in der Hoffnung, etwas Gutes zu erreichen. Erfolgreiche Menschen wissen was sie tun. Sie wissen was sie tun wollen und sie haben einen Plan, wie sie es tun werden.


Und genauso baue ich auch meinen Weg weiter aus, indem ich mich mit dem Kauf des Unternehmens Starbucks beschäftige und darauf hoffe, hier in den nächsten Wochen noch bessere Gelegenheiten zu erhalten.


Also, let's go Starbucks...


Entwicklung des fairen Wertes von Starbucks

Wir schreiben das Jahr 2017 als ich mich dazu entschlossen habe, mir Starbucks als langfristiges Investment ins Depot zu legen. Auch wenn ich weit draußen auf dem Lande wohne und nur gelegentlich in die großen Städte dieser Welt komme, ist eine Starbucks-Filiale auf meinen Reisen immer ein Anlaufpunkt. Das Wohlfühlklima und der Kaffee-to-go sind dabei schon fast ein Muss. Da Starbucks eine der bekanntesten Restaurantmarken der Welt ist und fast 36.000 Filialen in mehr als 80 Ländern betreibt, gehört sie bei mir - neben Mc Donald's - zum Basisinvestment.


Mein Einstig im Jahr 2017 war gut, da ich hier - noch durch Zufall - in einer Unterbewertung eigestiegen bin. Danach entwickelte sich Starbucks bis zum Jahr 2020 zum Kassenschlager in der Finanz-Community, bis die Corona-Krise einsetzte. Auch wenn es danach zu Erholungsversuchen gekommen ist, tritt das Unternehmen seitdem irgendwie auf der Stelle. Die langen Schließungen in China, die Gründung von Gewerkschaften, Managementwechsel, die Zinsbelastungen seit dem Jahr 2023, der Rückzug aus dem Russlandgeschäft und nun der Israel-Krieg mit Aufrufen zum Boykott gegen Starbucks machen das Geschäft schwieriger denn je. Dies hat natürlich auch zur Folge, dass das Gewinnwachstum nur noch im einstelligen Prozentbereich wächst und Aktionäre daraufhin Abschied vom 10 % Plus nehmen mussten.


Auch wenn oberflächlich betrachtet die meisten Metriken immer noch in Ordnung erscheinen und die US-Wirtschaft weiter in einem gesunden Tempo wächst, machen sich weitere Sorgen am Kaffeehimmel breit.


Da bei Starbucks zwei Drittel des Umsatzes immer noch in den USA stattfinden und das US-Geschäft weiterhin der Wirtschaftsmotor von Starbucks ist, malen steigende Konkurse und Verzugsraten bei Kreditkartenschulden nicht gerade ein positives Bild. Und wenn wir das real verfügbare Einkommen in den Vereinigten Staaten betrachten, sehen wir eine Stagnation in den letzten 2,5 Jahren, was ebenfalls nicht gerade Hoffnung auf mehr verkauften Kaffee macht.


Diese kurze Zusammenfassung ist auch gut im unten angezeigten Chart ersichtlich. Neben der Entwicklung des Preises (schwarze Linie), der Fair Value Dividende (blaue Linie) und des Umsatzes (grüne Linie) ist auch die Bewertung des Fair Value (orange Linie) mit enthalten, der in den letzten 5 Jahren immer mehr an Volatilität zugenommen hat. Es ist somit nicht gerade schwer zu sehen, dass Starbucks aktuell in allen Bereichen klar als unterbewertet erscheint.

Quelle: Aktindinder.net

Dieser anhaltende negative Trend wird dem geschuldet sein, dass Starbucks einen Alltagsartikel verkauft und das zu einem ziemlich teuren Preis. Es gibt viele billigere Alternativen wie "Kaffee zu Hause machen, um Geld zu sparen" oder "eine Kaffeemaschine für zu Hause besorgen um versuchen, Geld zu sparen". Diese guten Möglichkeiten, um unnötige Kosten zu vermeiden, werden bei vielen US-Bürgern über die nächsten Monaten noch weit verbreitet sein.


Doch als langfristiger Aktionär blickt man zuversichtlich in die Zukunft!

Der Rückgang von Starbucks ist eine interessante Anekdote, aber es bedeutet in meinen Augen nicht wirklich viel. Auch wenn die Warnzeichen für die wirtschaftliche Not in den kommenden Quartalen nicht ignoriert werden dürfen, bleibe ich auf lange Sicht bullish in Bezug auf Starbucks und halte es für eine großartige langfristige Möglichkeit, hier Investitionen in einem breiten, wirtschaftlichen Burggraben zu tätigen.


Auch wenn alle Analystenhäuser in den kommenden Jahren wieder von einem 20 %igen Wachstum ausgehen, bleibe ich ein wenig realistischer und konservativer. Daher erhoffe ich mir "nur" ein unteres zweistelliges Wachstum bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026. Oder anders ausgedrückt: Sollten sich die wirtschaftlichen Folgen verbessern, so würde ich mit einem Kursanstieg von über 10 % p.a. mehr als glücklich sein.


Die Dividendenentwicklung der letzten Jahre

Die Folgen der letzten 5 Jahre machte Starbucks zu einem klaren Dividendenwert mit einer schönen Dividendenrendite. Gab es in den letzten 10 Jahren im Schnitt nur 1,7 % an Dividendenrendite, so erfreut man sich heute an stolzen 2,3 %. Rückblickend gab es diese Dividendenrendite nur in schlechten Zeiten (2017-2018, 2020, 2022), wo ein Einstieg oder ein Nachkauf immer die richtige Entscheidung war.

Quelle: Aktienfinder.net

Da wir alle eines Tages in Rente gehen werden, verlieren wir den Einkommensstrom aus eigener Arbeit. Der beste Weg, diesen Einkommensstrom zu ersetzen, ist der Aufbau einer neuen Quelle. Und einer dieser Quellen wird bei mir Starbucks heißen. Da die aktuellen Zeiten die Bewertungen von SBUX runter- und die Dividendenrendite in Richtung neuer Höhen raufgetrieben haben, sehe ich hier die Möglichkeit, mir mein zukünftiges Gehalt weiter günstig einzukaufen.


Die Einführung einer Dividendenzahlung ist im Vergleich zu anderen Unternehmen bei SBUX noch relativ jung. Erst im Jahr 2010 flossen die ersten Dividendenzahlungen, die jährlich im Schnitt um über 10 % gesteigert wurden. Sollte Starbucks weiterhin bis ins Jahr 2040 so wirtschaftlich erfolgreich laufen, könnte sich meine Dividendenrendite laut den Hochrechnungen auf stolze 7,7 % p.a. belaufen, was den Ruhestand natürlich erträglicher machen sollte.


Mein Nachkauf:

Dieser Artikel soll nur einen kleinen Ausblick zeigen, wie ich weiter an meinem Portfolio bastle. Da es noch einiges zum Recherchieren gibt, wie z.B. über die exorbitanten Schulden und die Weiterentwicklung des Geschäftsmodells, müssen diese Zeilen für die nächsten Wochen reichen. Damit ich meine Position auf eine Zielgröße von 10.000 € ausbauen kann, benötige ich noch einen allerletzten Nachkauf. Daher erhoffe ich mir, auch im nächsten Monat Starbucks zu diesen Preisen nachkaufen zu können.


Doch im Moment bin ich sehr zufrieden, mir dank einer schlechten Grundstimmung und einer günstigen Bewertung weitere Anteile zukaufen zu können. Damit wird meine Position um ein weiteres Stück erweitert. Die Folgen aus meinem Zukauf sind, dass ich mein Einkommen steigern durfte und bei einem Wiederbeleben der Wirtschaft eine potenziell jährliche Gesamtrendite von mehr als 10 % mir längerfristiges Wachstumspotenzial bieten könnte.


Die Gesamtinvestitionssumme lag bei diesem Nachkauf inklusive Gebühren bei 3.015 €.


Die persönliche Dividendenrendite liegt nun bei 2,77 % brutto und die zu erwartenden Bar-Dividenden werden sich für das nächste Jahr auf 220 € belaufen.


Der Depotanteil liegt aktuell bei 3,44 % und soll im Monat Februar weiter ausgebaut werden. Hier plane ich, die restlichen 2.000 € aufzubringen, um die Zielgröße meiner Position von 10.000 € zu erreichen!


LG

Falk



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