• Der Dividendenjäger

Die sinnvollsten Weihnachtsgeschenke gibts an der Börse – unkaputtbar!


Wie ich diese Woche bereits in meinem letzten Monats-Update geschrieben habe, befinde ich mich für das Jahr 2021 auf der Zielgeraden und wollte mir im Dezember ganz entspannt ein oder zwei Kandidaten zum Aufstocken suchen. Am Ende wurden es sogar drei Nachkäufe, über die ich hier gerne berichten möchten. Doch bevor ich loslege, möchte ich kurz meine Gedanken zusammenfassen. Gedanken, die mich schon seit einigen Monaten begleiten und sich im Laufe der Zeit verfestigt haben.


Es geht dabei um Gedanken rund um die aktuelle Situation. Mein Gefühl sagt mir, dass ich in einer prekären Situation stecken könnte. Eine Situation, in der ich mich vielleicht zu sicher fühle. Wir haben in den letzten 24 Monaten Corona-bedingt einiges erlebt, durch alle Hürden bin ich selbst wunderbar durchgekommen. Das Glück war stets auf meiner Seite, sodass ich mich immer unter den Krisengewinnern befand. Doch ich will mich nicht zu sicher fühlen, gerade als ein Mensch und Anleger, dem das Abwägen von Risiken sehr wichtig ist.


Das Blatt könnte sich zu jeder Zeit wenden und das versuche ich stets zu berücksichtigen.


Es gab in letzter Zeit viele Veränderungen in meinem persönlichen Umfeld, die mich doch sehr beschäftigt haben. Hinzukommt, dass mein Arbeitgeber im Nachhinein leicht von Corona getroffen wurde, sodass ich "zum Glück" nicht in Kurzarbeit geschickt werden musste. Diese zwei Faktoren haben mich zum Nachdenken angeregt, da mir wieder einmal bewusst wird, wie abhängig ich doch von diesen Faktoren bin.


Noch ist meine Situation sehr gut, doch ich will mich auch absichern, damit man stets auf der sicheren Seite bleibt. Und dafür ist in meinen Augen nur eines entscheidend: dies frühzeitig zu erkennen und den regelmäßigen Cashflow zu erhöhen.


Egal in welche Situation man hineinrutscht, entscheidend ist und bleibt der Cashflow, den man sich regelmäßig einschieben kann. Denn das macht unabhängig in jeder Lebenslage.


Von Buchgewinnen kann man sich bekanntlich nichts kaufen. Daher habe ich mich auch im letzten Monat in 2021 (wie schon im ganzen Jahr) dazu entschieden, meinen Cashflow weiter auszubauen. Um diesen nicht zu teuer einkaufen zu müssen, habe ich mich für die alten Bekannten entschieden, die ich für fair bewertet halte.

Nachkauf Nummer 1 war Amgen:

Wie schon in den Monaten April und September bin ich weiterhin von Amgen überzeugt. Amgen ist vielleicht nicht das aufregendste Unternehmen an der Wall Street, doch in meinem Portfolio ein wichtiger Baustein im Bereich Gesundheit. Amgen befindet sich seit Monaten im leichten Abwärtsstrudel. Während dieser anhaltenden Schwäche ist Amgen für mich als Value-Investor weiterhin ein guter langfristiger Deal.


Meinen letzten Beitrag findest du hier: Amgen


Da mir der Preis, die Dividenden und die Aussichten weiterhin gut gefallen, passt ein Nachkauf in diesem Marktumfeld, in dem wir uns gerade befinden, perfekt hinein. Amgen erzielte zudem im dritten Quartal eine starke Leistung und verzeichnete ein Umsatzwachstum von 4 % gegenüber dem Vorjahr und ein Wachstum des Umsatzes außerhalb der USA um 19 %.

Der aktuelle Amgen-Nachkauf war bereits mein dritter in diesem Jahr, sodass diese Position jetzt eine ordentliche Größe in meinem Portfolio einnimmt.


Nachgekauft habe ich 9 Amgen-Aktien zu einem Kurs von 178,88 €. Inklusive Kaufgebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 1.622 €. In Summe hat Amgen nun eine Größe von 8.550 €, was 4,88 % meines Depots ausmacht.


Die erwartete Dividende für 2022 liegt bei 293 €.


Nachkauf Nummer 2 war MMM:

MMM ist ein Dividendenaristokrat mit 3,45 % Rendite. Hier hatte ich schon im Oktober meine bestehende Position weiter ausgebaut. Diesen Nachkauf findest du hier: 3M


Zwischen den Monaten Oktober und Dezember hat sich meine Meinung über diesen Dividendenaristokrat nicht geändert. Die aktuelle Schwäche im Kurs und die überdurchschnittliche Dividendenrendite von 3,45 % ist für jeden Einkommensinvestor einen Blick wert. Ich sehe hier weiterhin mehr Chancen als Risiken und der Preis ist für mich noch attraktiver geworden, sodass ich meine Anteile nochmals aufstocken musste.


MMM hatte ein gutes drittes Quartal 2021. Es verzeichnete ein organisches Umsatzwachstum von 6 %. Die Marge wurde teilweise aufgrund des geringeren organischen Volumens beeinflusst und erhöhte Rohstoff- und Lieferkettenkosten wirkten sich auf diese aus. Insgesamt ist die Nachricht keine große Überraschung. Jedes produzierende Unternehmen ist mit Inflationsdruck und Problemen in der Lieferkette konfrontiert. Die Probleme in der Lieferkette sollten nach der Weihnachtszeit nachlassen.

Seit dem Jahr 2018 bin ich Aktionär bei MMM. Die Position wurde daher schon frühzeitig auf die richtige Größe gebracht und lieferte mir stets zuverlässig meine Dividenden. Mit diesem Nachkauf schließt MMM nun ebenfalls zu den großen Zahlern auf.


Nachgekauft habe ich 10 MMM-Aktien zu einem Kurs von 151,75 €. Inklusive Kaufgebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 1.530 €. In Summe hat MMM nun eine Größe von 7.893 €, was 4,56 % meines Depots entspricht.


Die erwartete Dividende für 2022 liegt bei 263 €.


Nachkauf Nummer 3 war Johnson & Johnson:


Anders als bei den zwei oberen Kandidaten lag mein letzter Nachkauf bei Johnson & Johnson schon längere Zeit zurück, und zwar in den Monaten August/September 2020. Den letzten Nachkauf findest du hier: J & J Auch hier hat sich für mich nichts grundlegendes geändert. Zwar hat Johnson & Johnson verkündet, seine "Wurzeln", die Konsumgütersparte, abzutrennen, doch bis dies geschieht sollten gut 18 bis 24 Monate vergehen. Das Geschäft mit rezeptfreien Konsumgütern wie Pflastern, Mundspülung oder Babypuder soll in ein eigenes Unternehmen ausgelagert werden. Damit hatte Johnson & Johnson einst angefangen.


Über diesen Spin-Off werde ich mir im nächsten Jahr ausführlicher Gedanken machen. Bis dahin wird es neue Nachrichten geben, auf die ich immer noch reagieren kann. Seit April 2017 bin ich an Johnson & Johnson beteiligt. Es kam in den letzten 4 Jahren immer wieder mal zu Rücksetzern, genau wie jetzt. Bisher hat es sich immer ausgezahlt, weiter investiert zu bleiben und diese Rücksetzer zu kaufen. Ich halte J & J aktuell als fair bewertet.


Nachgekauft habe ich 9 Johnson & Johnson-Aktien zu einem Kurs von 140,58 €. Inklusive Kaufgebühren komme ich auf eine Investitionssumme von 1.277 €. In Summe hat J & J nun eine Größe von 5.018 €, was 3,37 % meines Depots entspricht.


Die erwartete Dividende für 2022 liegt bei 160 €.


Die sinnvollsten Weihnachtsgeschenke gibts an der Börse – unkaputtbar!

Gefühlt sind wir inmitten einer Langfrist-Hausse, die noch viele Jahre vor sich hat. Damit für den Vermögensaufbau, die Sicherheit und den Ruhestand vorgesorgt ist, darf es ruhig ein wenig mehr von diesen Cashflowmaschinen sein. Gerade in der jetzigen Zeit sind mir solche Geschenke, die im Laufe der Jahre von ganz allein immer größer werden, persönlich sehr wichtig. Daher beschenke ich mich mit Sachwerten, die eine Wertpapierkennnummer ausweisen und stets in positiver Erinnerung bleiben, zumal hier nichts kaputtgehen sollte und sie mich weiterhin ruhig schlafen lassen. Dies war meine letzte Kaufgelegenheit für dieses Jahr. Ich bin mit allen Käufen und Nachkäufen sehr zufrieden. Es war ein gelungenes Jahr, dass noch einen schönen Abschluss erhalten hat.


Nun freue ich mich auf das Monats-Update Dezember und auf den Jahresabschluss, inklusive Resümee für das Jahr 2021. In diesem Sinne wünsche ich allen Lesern eine schöne Adventszeit.

LG Falk




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