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  • AutorenbildDer Dividendenjäger

Depotupdate 05.23 - Aufhören, eine Geisel des Portfolios zu sein


In meiner Kindheit hatte ich mir viele schreckliche Angewohnheiten angeeignet, die ich bis heute noch nicht abgelegt habe.

Manche Menschen finden das Rauchen eine schlimme Angewohnheit, die sie zwar brechen wollen, aber es fällt ihnen schwer dies zu tun. Andere essen ungesund, geben zu viel Geld aus oder zögern bei der besten Gelegenheit, sobald diese sichtlich vor ihnen steht. Dabei müsste eigentlich jeder die Studien kennen die besagen, dass es etwa 30 Tage dauert, bis ein neues Verhalten ein altes bricht.


Viele Menschen finden, dass es einfacher ist ein altes Verhalten durch ein neues zu ersetzen, als ein altes Verhalten einfach zu stoppen. Das liegt daran, dass wir etwas brauchen um unseren Geist zu beschäftigen. Stattdessen ist es besser etwas zu tun als nur herumzusitzen und über das nachzudenken, was man beenden will.


Was war meine schreckliche Angewohnheit als Kind? Ich war in vielen Bereichen ein "Drückeberger". Wenn etwas zu kompliziert war hatte ich die Angewohnheit, dass ich diese Sache nicht wieder tun würde, sofern ich mich nicht gleich beim ersten Mal gut angestellt habe. Dies war eine Gewohnheit, die ich brechen lernen musste!

Je älter ich wurde, umso klarer wurde mir, dass im Leben immer viele großartige, unterhaltsame Aktivitäten oder Fähigkeiten auf mich zukommen werden, auf die ich mich einlassen musste. Auch wenn diese Aktivitäten oder Fähigkeiten nicht einfach für mich sein würden, wurde mir im Laufe der Zeit klar, dass ich immer wieder an mir arbeiten müsste, um meine Fähigkeiten tagtäglich zu verfeinern.


Seit dem Jahr 2016 habe ich mir das Ziel gesetzt, selbstständig meinen Weg durch den Börsen-Dschungel zu gehen. Dabei ist es nicht verwunderlich, dass man viele Menschen antrifft, die den gleichen Gedanken hegen, aber frühzeitig wieder aufgeben. Es ist leicht, sich wie ein Genie oder ein Champion auf einem Bullenmarkt zu fühlen, wenn alles klettert und alles wunderbar erscheint. Doch es ist auch brutal durch einen Bärenmarkt zu fahren und an seinen Fähigkeiten und Fertigkeiten oder der Methode, mit der man investiert, zu zweifeln. Man beginnt mit dem Gefühl, dass man nichts falsch machen könnte und kommt zu dem Gedanken, dass alles was man tut falsch ist.

Man loggt sich jeden Tag in sein Depot ein, was täglich immer roter erscheint, sinkt und fällt. Die Folgen sind entmutigend inmitten eines brutalen Marktes, viele kapitulieren am Ende und sagen: "Ich bin fertig".


Aufhören, eine Geisel des Portfolios zu sein

Wenn ich mich an meine Anfangszeit (2015) zurück erinnere, dann war ich in den ersten Jahren eine Geisel meines Portfolios. Ich musste täglich sehen, wie es meinem Portfolio geht, habe mich stündlich angemeldet um den Wert zu checken und zu sehen, wie sich mein Portfolio im Vergleich zum Markt entwickelt. Dabei waren die Summen noch viel kleiner und trotzdem hatte ich das Gefühl, ich müsste ständig bereit sein, sofort ein- oder auszusteigen. Ich hatte schon das Gefühl angenommen, am Stockholm-Syndrom zu glauben. Doch die Erkenntnis, dass der Markt sich nicht um mich kümmert, kam zum Glück ganz schnell. Es spielt keine Rolle wie hoch der Wert meines Portfolios ist oder welche Branchen ich ausgewählt habe. Der Markt macht immer das, was er will!

Meine volatile Performance seit 17 Monaten

Es wurden mehr gescheiterte Geschäfte und Fehler an der Börse unter dem Namen "Kapitalerhaltung" oder dem Versuch, Verluste einzudämmen, gemacht, als es jede andere Art von Handel gab. Je mehr man versucht an seinem Geld festzuhalten, desto mehr wird es einem durch die Finger gleiten. Daher appelliere ich immer wieder an mich selbst: Hör auf zu versuchen, mit dem Markt zu spielen! Ich habe die Hoffnung schon lange aufgegeben, dass ich einen großen Einzeltreffer erzielen könnte, den schon unzählig andere Anleger versucht haben.


Der Versuch mit dem Markt zu spielen ist der Grund, warum die Börse oft als Ort des Glücksspiels angesehen wird, aber nicht als Ort des gemessenen Erfolgs. Daher bleibe ich meiner Linie weiterhin treu und investiere immer mit dem Gedankengut, mir Unternehmen zu kaufen und zu halten, die mir konsistente und wiederkehrende Renditen bieten.


Somit verdiene ich durch meine "Einkommensmethode und durch meinen geringen Handel" + 9 % p.a. Rendite auf mein Portfolio. Anstatt zu versuchen, den Markt zu schlagen, betrachte ich den Markt immer nur als Mitarbeiter. Ich nehme das Kapital, dass ich durch meine Arbeit verdient habe, und investiere es in Wertpapiere, die mich für mein Eigentum bezahlen. Auf diese Weise arbeitet mein Geld weiterhin hart und verdient mehr Geld.


Das einzige Ziel für mich muss immer sein, einen konsistenten und stetig wachsenden Einkommensstrom vom Markt auf meine Konten fließen zu sehen, da meine "Mitarbeiter" weiterhin mehr Geld verdienen. Der Wert meines Portfolios spielt dabei keine Rolle. Der einzige Wert, den mein Portfolio für mich bietet, ist der wiederkehrende Cashflow! Und dieser war im abgelaufenen Monat Mai wieder einmal stärker als im Jahr davor.

 


Investitionen im Mai:

Im Monat Mai gab es nur einen großen Nachkauf. Hier hatte ich mich entschieden, meine Position bei der Norfolk Southern Railway weiter aufzustocken, da ein erneuter Abverkauf die Norfolk Southern zur günstigsten Railway gegenüber ihren Konkurrenten machte. Einen Artikel über den Nachkauf von 15 Aktien im Wert von 2.805 € habe ich hier geschrieben.


Da im Monat Mai die Dividendenausschüttungen von Fuchs Petrolub SE und SAP SE stattgefunden haben, habe ich mittels Sparplänen die Dividenden gleich wieder reinvestiert. Somit konnte ich mit meinen 566 € an erhaltenen Dividenden 13 Aktien von Fuchs Petrolub und 1,4 Aktien von SAP erwerben.


Zusammengefasst komme ich auf eine investierte Summe von 3.371 €, die ich im Monat Mai meinem Portfolio zufügen konnte.


Erfreuliche Dividendenerhöhung:

Das Herzstück bei meiner Investitionsstrategie sind die Dividendenerhöhungen. Obwohl die Dividendenerhöhungen im März, April und Mai obligatorisch eher gering bei mir sind, rollte trotzdem eine Erhöhungen herein! Somit werden jetzt 17 von 28 Unternehmen ihre kommenden Dividenden steigern.


Folgende Dividendenerhöhung wurde im Mai verkündet:

  1. Royal Bank of Canada (RY) erhöht die vierteljährliche Dividende um 2,27 %


Einnahmen:

Leistungsstarke Dividendeneinkommen sind im "Ruhestand" und aus gutem Grund immer beliebt. Sie werden eines Tages helfen die Rechnungen zu bezahlen, ohne dass ich jemals eine einzige Aktie verkaufen müsste. Daher sind dies meine wichtigsten Zahlen!


Wie die untere Grafik zeigt, habe ich Dividenden in Höhe von 741,58 € *Netto erhalten.


Beeindruckend hierbei ist, dass der Dividendenanstieg von 11 % im Vergleich zum Mai 2022 ohne große Nachkäufe zustande gekommen ist. So gibt es wieder einen neuen persönlichen Höchststand, was das Einkommen in einem Monat betrifft 😃.

Der Schwelle von 400 € Dividende pro Monat komme ich somit immer näher.


Zum Depot:

Wie ich schon seit Monaten in jedem Update schreibe, ist die Betrachtung der Depotentwicklung für mich immer nur beiläufig.

Nachdem die ersten vier Monate in diesem Jahr immer positiv waren, hat es mein Depot wegen des geringen Tech-Anteils etwas erwischt. Am Ende gehe ich mit einem Minus von 2,3 % aus dem Monat Mai heraus, was mich aber nicht besonders schert. Das positive ist, dass es nun wieder ordentlich Kandidaten gibt, die nach einem Nachkauf schreien!


In Summe bedeutet es einen Buchverlust von 5.014 €, mit dem ich den Monat Mai beende.

Seit meinem Börsenstart am 1. Juli 2016 hat sich das Depot in 81 Monaten mit einem Plus von 46.200 € bzw. 27,7 % hervorragend entwickelt und mir dabei 9.457 € an Dividenden eingebracht.


Die Gesamtsumme an investiertem Kapital für das Jahr 2023 liegt aktuell bei 18.780 €.


Für das Jahr 2023 habe ich den Anspruch, 33.000 € an der Börse zu investieren. Somit sind nach diesem Monat Mai 57 % des Zieles erreicht.


Aktueller Depotwert: 214.000 €.


Ich sage Danke fürs Lesen. Schön, dass Du hier warst!


LG Falk


Monatsübersicht Mai 2023

Veröffentlicht am 31.05.2023, Der Dividendenjäger


Zukäufe

  • ​15 Norfolk Southern Railway (2.805 €)

  • 13 Fuchs Petrolub SE (391 €) *Dividenden reinvestiert

  • 1,4 SAP SE (175 €) *Dividenden reinvestiert


Verkäufe

  • Keine

Insgesamt investiert im Monat Mai: 3.371 €


Dividenden im Monat Mai

  • ​Fastenal (36,35 €)

  • Fuchs Petrolub SE (367,20 €)

  • Norfolk Southern (27,79 €)

  • Royal Bank of Canada (87,21 €)

  • SAP SE (152,45 €)

  • Starbucks (26,00 €)

  • Texas Instruments (26,19 €)

  • Procter & Gamble (18,39 €)

Einnahmen im Mai 2023 : 741,58 € Einnahmen im Mai 2022 : 665,86 € Jahr zu Jahr Steigerung : + 11 % 2023er Dividenden bis jetzt (YTD, Year to date) : 1.861,09 € (372,20 Euro/Monat) Alle Dividenden seit Beginn (All-time income) : + 9.457 €

Dividendenerhöhungen im Monat Februar

  • Royal Bank of Canada +2,3 %

Cashbestand

Freies Kapital zum Investieren: 2.700 € monatlich

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