• Der Dividendenjäger

Auch im Jahr 2022 gibt es nicht viel zu verändern - Meine Ausrichtung und Ziele bleiben gleich!


Die letzten Tage sind wie im Fluge vergangen. Die meisten haben ihre Ziele für das Jahr 2022 bereits verkündet, doch zwischen Weihnachten und Neujahr hatte ich mich nicht wirklich mit dem Thema Börse auseinandergesetzt.


Zwei Tage ist das neue Jahr schon alt und nun ist es auch bei mir soweit, dass ich meine Gedanken hier niederschreibe. Ich hatte mir insgeheim schon im November darüber Gedanken gemacht, was und wie ich etwas verändern könnte. Doch mir ist ehrlich gesagt nie wirklich etwas eingefallen. Das abgelaufene Börsenjahr war für mich so perfekt, dass ich nichts zu beanstanden habe.


Ich hatte im Rückblick 2020 geschrieben:


Den Fokus wieder auf das zu richten, was vor Corona gut war, mich während Corona nicht im Stich gelassen und wirklich bewiesen hat, dass es ein Fundament ist!

Und genau diese Zeilen kann ich auch für das letzte Jahr wieder verwenden. Corona - oder jetzt Omikron - beschäftigt uns noch heute. Nun sind die Inflation, Probleme mit den Lieferzeiten und der Chipmangel mit dazu gekommen, aber trotzdem konnte ich eines der besten Börsenjahre (32,9 % Rendite) erleben, das ich bis jetzt hatte.

Habe ich etwas verändert? Nein!

Handelsaktivität: Ich habe im Jahr 2021 - wie bereits in 2020 - die Gewinner im Depot einfach laufen lassen, auch weil mir die meisten Bewertungen zu hoch waren. Den Rest haben meine Wachstumswerte selbst erledigt, indem sie einfach weiter stiegen. Neuaufnahmen im Portfolio gab es insgesamt 2 Stück. Mit der Aufnahme von Unilever PLC und Old Dominion Freight Line konnte ich das Portfolio von 28 auf 30 Werte bringen. Diese 30 Werte sind für mich noch sehr überschaubar. Eine weitere Aufstockung auf mehr Positionen benötige ich aus heutiger Sicht nicht.


Der Grundstein für den langfristigen Erfolg wird ja bekanntlich durch die richtige Wahl der Aktien gelegt. Daher hatte ich mich kurz vor Ende des vergangenen Jahres noch zu einem Tausch zweier Werte entschieden. Hier wurde Fresenius SE durch Rollins Inc. ersetzt. Ob diese Entscheidung am Ende richtig war, wird sich zeigen.


Zusammengefasst war es ein unaufgeregtes Jahr. Die Handelsaktivität war mit 25 Käufen und einem Verkauf für mich optimal. Somit waren es 2 Neukäufe, 22 Nachkäufe und ein Aktientausch. Ein positiver Effekt war zudem, dass die Handelskosten zum ersten Mal gesunken sind.


Der Ertrag:

Eines der wichtigsten Anliegen ist ja der Dividenden-Ertrag, denn man erzielen möchte. Hier kann ich stolz vermelden, dass dieses weit übertroffen wurde. Einige Anleger könnten die Auswirkungen von Corona eventuell noch gespürt haben. Auch hier bin ich glücklicherweise glimpflich davon gekommen. 29 von 30 Beteiligungen kündigten eine Erhöhung an (die 30. Beteiligung - Berkshire Hathaway - schüttet keine Dividende aus).

Der Durchschnitt aller Dividendenerhöhungen betrug im Jahr 2021 genau 10 %.

Das ursprüngliche Ziel war es, 1.700 € Netto an Dividenden zu erhalten. Zum Schluss wurden es sogar 1.880 €.

Erfreulich und motivierend zugleich ist auch, die Dividendensteigerung von 44,4 % gegenüber dem Vorjahr zu sehen. Das Ziel im Jahr 2022 sollte daher sein, die Dividendenerträge durch gezielte Zukäufe bis zum Jahresende auf 2.500 € auszubauen.



Investiertes Kapital:

Eines der wichtigsten Ziele ist meist die Höhe des frisch investierten Kapitals. Auch bei mir steht die Summe, die man gerne investieren kann und möchte, an erster Stelle. Doch hier habe ich nun eine Grenze erreicht, wo es nicht mehr viel höher geht.

Klar kann man sich weitere Möglichkeiten schaffen um seine Einkommensquellen zu erhöhen. Doch ein noch "Höher, Schneller, Weiter!" möchte ich an diesem Punkt nicht.

Im abgelaufenen Jahr bin ich auf eine Summe von 31.555 € gekommen, die ich von meinem hart verdienten Arbeitslohn bereitgestellt habe. Einen höheren Aufwand möchte ich nicht leisten, daher werde ich an der Summe an investiertem Kapital nichts ändern. So sollen, wenn alles normal läuft, im Jahr 2022 erneut 29.000 € an der Börse investiert werden. Einen Bonus werden und müssen dann die erhaltenen Dividenden leisten.


Zum Abschluss mein Fazit:

Auch im Jahr 2022 gibt es nicht viel zu verändern - Meine Ausrichtung und meine Ziele bleiben gleich!


Nach gängiger Meinung erreicht man das, was man sich vornimmt - wie z.B. bessere Fitness, beruflichen Erfolg, mehr Entspannung und weniger Sorgen, einen höheren Konto- oder Depotstand - wenn man sich konkrete und erreichbare Ziele setzt. Doch bei Zielen geht es immer um die Ergebnisse, die man erreichen will, beim System dagegen um die Abläufe, die zu diesen Ergebnissen führen.

Da meine Ziele nicht weiter nach oben geschraubt werden (für mich aber trotzdem hochgesteckt bleiben), geht es im Jahr 2022 damit weiter, mein eigenes System zu optimieren. Wie dies genau aussieht, ist mir bis heute nicht ganz klar. Ich werde versuchen, die bestmöglichen Entscheidungen zu treffen. Nach 5 Jahren Börse und dem Aufbau meines Fundamentes heißt es nun, mit dem Bau der ersten Etage zu beginnen. Sprich, besser bei den eigenen Analysen zu werden, sich mehr in die eigenen Investments reinzufuchsen, geduldiger bei manchen Entscheidungen zu werden oder bei gegebenem Anlass auch mal nichts zu tun. Einfach ausgedrückt: es geht genauso weiter wie bisher :-)

LG

Falk

Der Dividendenjäger


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